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Ratgeber · Website

One-Pager oder mehrere Seiten: Was bringt mehr Anfragen?

Eine Website aus einer einzigen Seite ist schnell gebaut, passt aber nicht zu jeder Firma. Hier steht, wann sie reicht und wann nicht, mit Belegen von Google und einer Checkliste.

Kurz gesagt

Ein One-Pager (eine Website aus nur einer Seite) reicht für ein einzelnes Angebot, einen Start oder ein Event. Bietet Ihre Firma mehrere Leistungen, Zielgruppen oder Standorte an, passt meist eine Website mit mehreren Seiten besser, weil jede Seite bei Google einen eigenen Titel bekommen kann. Eine Untersuchung dazu, welche Form mehr Anfragen bringt, ist nicht bekannt. Noah Frank in Zürich baut Websites (Redesign oder Neubau) mit bis zu 15 Seiten für CHF 1’800 Festpreis, Impressum und Datenschutz zusätzlich.

Was ist ein One-Pager, und wann passt eine mehrseitige Website besser?

Ein One-Pager (auch Onepager oder Einseiten-Website) ist eine Website aus einer einzigen Seite, auf der Angebot, Referenzen und Kontakt untereinander stehen. Eine mehrseitige Website verteilt dieselben Themen auf mehrere Seiten mit je eigener Adresse (URL), etwa Startseite, eine Seite pro Leistung und Kontakt.

Die Kurzregel: Je mehr verschiedene Dinge Ihre Kundschaft bei Google über Sie sucht, desto mehr eigene Seiten braucht Ihre Firma. Eine Untersuchung, die beide Formen bei den Anfragen vergleicht, ist nicht bekannt. Deshalb stützt sich dieser Ratgeber auf Hinweise von Google, nicht auf Messzahlen.

Warum zählt bei Google jede Seite einzeln?

Google zeigt in den Suchergebnissen einzelne Seiten mit je eigenem Titel und empfiehlt, jeder Seite einen eigenen, beschreibenden Titel zu geben, der sich von den Titeln der anderen Seiten unterscheidet.1 Der Titel ist die Überschrift Ihres Treffers. Ein One-Pager hat nur eine Seite und damit einen Titel für alles.

Ein Beispiel: Muster Treuhand bietet Buchhaltung, Lohnadministration und MWST-Abrechnung an. Auf einem One-Pager kann nur einer dieser Begriffe vorne im Titel stehen. Bei drei Leistungsseiten bekommt jede einen eigenen Titel samt Beschreibung. (Muster Treuhand ist ein erfundenes Beispiel.) Das ist eine Folgerung aus Googles Empfehlung, keine Zusage, dass jede Seite gut platziert wird.

Ein Menü mit Sprunglinks macht aus einem One-Pager keine mehrseitige Website. Die Menüpunkte springen über Anker wie #leistungen zum Abschnitt; dieser Teil der Adresse nach dem Rautezeichen heisst Fragment. Google rät, Fragmente nicht zu nutzen, um den Inhalt einer Seite zu ändern, weil die Google-Suche URL-Fragmente im Allgemeinen nicht unterstützt.2 Für die Suche bleibt es also eine Seite mit einem Titel. Bei langen, gut gegliederten Seiten kann Google Sprunglinks zu Abschnitten im Treffer zeigen (so beschrieb es Google 2009), einen eigenen Treffer mit eigenem Titel ergibt das aber nicht.3 Das Menü hilft Ihrer Kundschaft beim Navigieren.

One-Pager und mehrere Seiten im Vergleich

Die Tabelle zeigt, wo sich die Formen unterscheiden und wo der One-Pager im Vorteil ist.

KriteriumOne-PagerMehrere Seiten
Titel in den SuchergebnissenEin Titel für allesEin Titel pro Seite
Passende SuchenEin HauptthemaEin Thema pro Seite
Mehrere LeistungenAlle teilen sich eine SeiteEine Seite pro Leistung
Mehrere StandorteAlle Standorte auf einer SeiteEine Seite pro Standort mit eigenem Inhalt
Fokus auf eine Handlung (Anfrage)Ein klarer WegMehrere Wege, man muss wählen
OrientierungEin langer Weg von oben nach untenMenü, jede Seite kürzer
PflegeEine Seite aktuell haltenMehr Seiten, mehr Pflege
Kosten und TexteMeist günstiger, ein TextMehr Seiten, mehr Text und Aufwand
LadezeitNicht automatisch schnell, Bilder zählenJede Seite lädt nur ihren Teil
Passt am besten zuStart, ein Angebot, Event, EmpfehlungsgeschäftFirmen, die über Google und KI-Antworten neue Kundschaft gewinnen wollen

Allgemeine Einschätzung, keine Messung. Die Zeilen zu Titel und Suchen beruhen auf den Google-Hinweisen oben.

Wann reicht ein One-Pager?

Ein One-Pager reicht, wenn Ihre Firma im Kern ein Angebot für eine Zielgruppe an einem Ort hat und Ihre Kundschaft Sie nicht über die Google-Suche finden muss. Typische Fälle:

  • Start oder Neugründung: Sie brauchen schnell eine Adresse für Visitenkarte und E-Mail.
  • Ein Angebot, ein Ziel: ein Kurs, ein Workshop oder eine einzelne Dienstleistung, mit der Anfrage als einzigem Ziel.
  • Event oder Aktion: Die Seite verliert nach dem Anlass ihren Zweck.
  • Empfehlungsgeschäft: Ihre Kundschaft kennt Sie und prüft nur, ob Sie seriös wirken.

Warum kann ein One-Pager gute Anfragen bringen?

Weil er einen klaren Weg zeigt: ein Angebot, ein nächster Schritt, die Anfrage. Entscheidend ist, was ganz oben steht. Laut einer Eyetracking-Auswertung der Nielsen Norman Group (2018) verbrachten Nutzerinnen und Nutzer rund 57 % ihrer Betrachtungszeit im sichtbaren Bereich ohne Scrollen und 74 % in den ersten beiden Bildschirmhöhen.4 Wer Sie sind, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht, gehört deshalb nach oben, dazu echte Referenzen. Eine einzelne Seite ist zudem nicht automatisch schnell, grosse Bilder bremsen sie (Website-Ladezeit verbessern).

Und dazwischen? One-Pager mit einzelnen Unterseiten

Eine Mischform ist möglich: eine scrollbare Startseite mit allen Grundinfos, dazu eine eigene Seite für die wichtigste Leistung sowie Impressum und Datenschutz. So bleibt der Aufwand klein, und das wichtigste Thema bekommt einen eigenen Titel bei Google.

Wann braucht Ihre Firma mehrere Seiten?

Sobald Ihre Kundschaft bei Google einzeln nach dem sucht, was Sie anbieten, braucht jedes Thema eine eigene Seite. Typisch sind drei Fälle:

  • Mehrere Leistungen: Wer «Lohnbuchhaltung für Kleinfirmen» sucht, will eine Seite genau dazu, nicht einen Absatz unter vielen. Den Aufbau zeigt die Vorlage für Leistungsseiten.
  • Mehrere Zielgruppen: Privatkundschaft und Firmenkunden fragen Verschiedenes und brauchen andere Beispiele.
  • Mehrere Standorte: Jeder Standort mit eigener Adresse, Anfahrt und Ansprechperson verdient eine Seite mit eigenem Inhalt.

Was ändert sich bei der lokalen Suche?

Bei lokalen Suchen (Karte, «in der Nähe») zählen laut Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, und die Zahl der Website-Seiten kommt in dieser Aufzählung nicht vor.5 Die Hilfeseite handelt vom Unternehmensprofil, nicht von der Website, und ein besseres lokales Ranking lässt sich weder beantragen noch kaufen.5 Es liegt nahe, dass Ihre Website mehr Suchen bedient, wenn Leistung und Ort auf eigenen Seiten stehen. Das ist eine Folgerung, keine Aussage von Google. Das Profil pflegen Sie in jedem Fall: Google-Unternehmensprofil optimieren.

Was ändert sich bei KI-Antworten?

Bei KI-Antworten spricht für eine eigene Seite pro Leistung, dass Google eine Frage in mehrere Teilsuchen zerlegen und aus verschiedenen Quellen beantworten kann (Google nennt das «Query Fan-out»).6 Eine Frage wie «Welches Treuhandbüro in Zürich passt zu meiner GmbH?» könnte so Teilsuchen zu Preis, Dauer und Ablauf auslösen (ein erfundenes Beispiel). Laut Google muss eine Seite dafür indexiert sein (von Google aufgenommen) und mit Snippet (Textauszug im Treffer) gezeigt werden dürfen, mehr Technik ist nicht nötig.6 Ob sie genannt wird, hängt davon ab, ob sie die Teilfrage beantwortet. Praktisch: eine Seite pro Leistung, auf der Preis, Dauer und Ablauf je einen Abschnitt mit Überschrift haben. Eine Garantie gibt es nicht. Mehr dazu: Wie Ihre Firma in den KI-Übersichten erscheinen kann.

Welche Seiten braucht eine mehrseitige Website mindestens, und wann sind es zu viele?

Meist genügen Startseite, Kontakt, Impressum, Datenschutz und eine Seite pro Leistung. Muster Treuhand hat drei Leistungen und einen Standort. (Muster Treuhand ist ein erfundenes Beispiel.) Der Seitenplan:

  1. Startseite (Kurzantwort und Verweis auf die drei Leistungen)
  2. Buchhaltung
  3. Lohnadministration
  4. MWST-Abrechnung
  5. Über uns
  6. Preise
  7. Kontakt

Dazu kommen Impressum und Datenschutz. Bei mir gehört der Seitenplan zum kostenlosen Entwurf (Ablauf unten). Was auf die Startseite gehört, steht im Ratgeber Startseite einer Firmen-Website.

Zu viele sind es, sobald Seiten nur Schreibweisen oder Ortsnamen tauschen, etwa drei Seiten für «Treuhand Zürich», «Treuhänder Zürich» und «Treuhandbüro Zürich». Solche Seiten können unter Googles Spam-Regel zu Brückenseiten fallen (englisch «doorway abuse»), also zu Seiten, die für ähnliche Suchanfragen weit oben erscheinen sollen.7 Jede Seite braucht eigenen Inhalt, Einzelheiten stehen im Ratgeber Seiten pro Ort ohne Brückenseiten.

Reicht Ihnen ein One-Pager? Die Checkliste

Je mehr Haken fehlen, desto eher brauchen Sie mehrere Seiten.

  • Ich biete im Kern eine Leistung an.
  • Meine Kundschaft bestellt meine Leistungen immer zusammen.
  • Ich spreche eine Zielgruppe an.
  • Ich arbeite von einem Standort aus und will keine Kundschaft in weiteren Orten gewinnen.
  • Neue Kundschaft kommt vor allem durch Empfehlungen, Werbung oder direkten Kontakt, nicht über Google.
  • Das Wichtigste (was, für wen, wo, Preis oder Ablauf, Kontakt) passt in wenige Absätze am Anfang.
  • 6 Haken: One-Pager.
  • 5 Haken: One-Pager plus eine eigene Seite für das fehlende Thema (Mischform).
  • 4 oder weniger: mehrseitige Website.

Faustregel auf Grundlage dieses Ratgebers, keine Messung.

Ist ein One-Pager günstiger?

Ja, ein One-Pager ist bei Agenturen meist günstiger, bei den Mindestpreisen liegt der Abstand aber nur bei rund CHF 400. In einer Auswertung der öffentlichen Preisangaben von 36 Schweizer Webagenturen liegt ein Onepager ab CHF 500, eine einfache Website mit bis zu zehn Seiten ab CHF 900.8 Das sind Mindestpreise («ab»), keine Offerten und kein Durchschnitt: Was ein Onepager tatsächlich kostet, hängt von Umfang, Texten und Bildern ab und kann deutlich darüber liegen. Wie sich die Preise zusammensetzen, steht im Ratgeber Was kostet eine Website in der Schweiz?

Mein Website-Paket (Redesign oder Neubau) kostet CHF 1’800 Festpreis für bis zu 15 Seiten, Impressum und Datenschutz zusätzlich. Es ist ein Preis für das Paket, nicht für jede Seite. Braucht der Seitenplan mehr als 15 Seiten, kostet jede weitere CHF 150, und der Preis steht vor Ihrer Zusage fest. Die Texte schreibe ich aus Ihren Angaben oder überarbeite Ihre bestehenden.

Kann ich klein anfangen und später Seiten ergänzen?

Ja, wenn Sie den Weg von Anfang an mitdenken. Aus einem Abschnitt wie #lohn wird eine Seite unter einer eigenen Adresse, etwa /lohnadministration/, und auf der Startseite bleibt ein kurzer Absatz mit Link auf die neue Seite. Ändern sich dabei bestehende Adressen, hilft der Ratgeber Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust.

Meine Websites haben kein Redaktionssystem, in dem Sie selbst Seiten anlegen. Eine zusätzliche Seite nach dem Online-Gang kostet CHF 150, ergänzen kann sie auch eine Fachperson Ihrer Wahl, weil Domain, Code und Zugänge Ihnen gehören. Planen Sie darum, was Sie in den nächsten Jahren sicher brauchen, gleich mit: Im Paket sind bis zu 15 Seiten enthalten.

Unsicher, wie viele Seiten Ihre Firma braucht? Schicken Sie mir per E-Mail (Kontakt unten) den Link zu Ihrer jetzigen Website, bei einem Neubau genügt eine kurze Beschreibung der Firma. Innert drei Tagen bekommen Sie kostenlos und unverbindlich einen Link zur neuen Startseite im echten Design, dazu den Seitenplan. Danach entscheiden Sie ohne Verkaufsgespräch. Online ist die Seite 14 Tage nach Vertragsabschluss, bezahlt wird erst, wenn sie online ist. Alle Einzelheiten stehen unter Website erstellen lassen in Zürich.

Häufige Fragen

Reicht ein One-Pager für meine Firma?

Ja, wenn Sie im Kern ein Angebot für eine Zielgruppe an einem Ort haben und neue Kundschaft vor allem durch Empfehlungen oder Werbung kommt. Wird bei Google einzeln nach mehreren Ihrer Leistungen gesucht, passen mehrere Seiten meist besser.

Ist ein One-Pager schlecht für SEO?

Nicht grundsätzlich: Für eine einzelne, klar umrissene Suche kann eine Seite genügen. Bei mehreren Leistungen wird es eng, weil sie nur einen Titel hat. Welche Suchen es zu Ihren Leistungen gibt, zeigt die Keyword-Recherche in fünf Schritten.

Was gehört auf einen One-Pager?

Von oben nach unten: was Sie anbieten, für wen und wo; der Nutzen für Ihre Kundschaft; ein Beweis wie echte Referenzen; Preis oder Ablauf; der Kontakt, der auch schon ganz oben erreichbar sein sollte. Impressum und Datenschutz kommen zusätzlich dazu, meist als eigene Seiten.

Braucht ein One-Pager ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?

Das hängt nicht von der Seitenzahl ab, sondern davon, wer die Website betreibt und welche Daten sie bearbeitet. Eine typische Schweizer Firmen-Website braucht beides, die Einzelheiten mit Gesetzesartikeln stehen im Ratgeber Impressum und Datenschutz Schweiz. Das ist keine Rechtsberatung.

Ist ein One-Pager auf dem Handy besser?

Er kann übersichtlicher sein, weil man auf dem Handy nur nach unten scrollt, statt Menüs zu öffnen. Schnell ist er aber nicht automatisch: Grosse Bilder bremsen auch eine einzelne Seite, mehr dazu im Ratgeber Website-Ladezeit verbessern.

Wie viel teurer ist eine Website mit mehreren Seiten als ein One-Pager?

Bei den Mindestpreisen von Schweizer Agenturen beträgt der Abstand laut einer Auswertung von Beyondweb rund CHF 400 (Onepager ab CHF 500, Website mit bis zu zehn Seiten ab CHF 900). Das Festpreis-Paket von Noah Frank kostet CHF 1’800 für bis zu 15 Seiten, Einzelheiten unter Preise.

Quellen

  1. Google Search Central, Influencing Title Links in Google Search, abgerufen Oktober 2026.
  2. Google Search Central, URL structure best practices for Google Search (Hinweis zu URL-Fragmenten), abgerufen Oktober 2026.
  3. Google Search Central Blog, Using named anchors to identify sections on your pages, 2009 (älterer Beitrag, ob und wann Google solche Sprunglinks heute zeigt, entscheidet Google).
  4. Nielsen Norman Group, Scrolling and Attention (Eyetracking-Auswertung), 2018.
  5. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern, abgerufen Oktober 2026.
  6. Google Search Central, AI features and your website (Query fan-out), abgerufen Oktober 2026.
  7. Google Search Central, Spamrichtlinien für die Google Websuche, Abschnitt zu Brückenseiten (englisch «doorway abuse»), abgerufen Oktober 2026.
  8. Beyondweb, How Much Does a Website Cost in Switzerland? Price Comparison 2026, Auswertung der öffentlichen Preisangaben von 36 Schweizer Webagenturen (von 161 untersuchten), 2026.

Kontakt

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  1. Kostenloser Entwurf in drei Tagen.

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  2. Sie entscheiden.

    Passt es, geht es los. Festpreis, kein Verkaufsgespräch.

  3. Online in 14 Tagen.

    Die 14 Tage zählen ab Vertragsabschluss. Bezahlt wird, wenn die Seite online ist. Bis dahin können Sie jederzeit aussteigen.